Intendantin
DOROTHEE KALBHENN
© Claudia Höhne
Dorothee Kalbhenn hat sich als Spezialistin für ganzheitliche Konzertkonzepte einen Namen gemacht. Als interdisziplinär denkende Persönlichkeit von großem Gestaltungswillen greift sie das klassische Konzert als Ort der Gemeinschaft und bezieht selbstverständlich gesellschaftsrelevante Themen mit ein, ohne den Fokus auf die Musik zu verlieren.
Aktuell verantwortet sie das Programm der 30. Festivalausgabe des Heidelberger Frühlings 2027. Vom Mahler Chamber Orchestra übernimmt sie mit Beginn ab 2027 die Intendanz der Musikwoche Hitzacker; Außerdem ist sie designierte Künstlerische Leiterin des bald 150-jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs.
Zuvor war sie fünf Jahre lang Programmdirektorin am Konzerthaus Berlin, wo sie für jährlich etwa 150 Konzerte verantwortlich zeichnete und zahlreiche neue Konzertformate und Festivals etablierte. 2024 gewann ihr Projekt »Die Orchestergesellschaft« den prestigeträchtigen OPUS Klassik in der Kategorie »Innovatives Konzert des Jahres«. Von 2011 bis 2021 gehörte sie dem Team von Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg an, das 2017 die Elbphilharmonie eröffnete, und erarbeitete die Sponsoring-Struktur des neuen Hauses. Parallel dazu war sie Managerin des Kammerorchesters »ensemble reflektor«, die 2019 den Max-Brauer-Preis der Töpfer-Stiftung sowie den Ensemble-Preis der Nordmetall-Stiftung erhielt und das Festival »ultraBACH« in Lüneburg gründete.
Dorothee Kalbhenn ist als Künstlerische Beraterin und Dramaturgin für zahlreiche renommierte Festivals, Konzerthäuser und Orchester tätig, darunter die Philharmonie Essen, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Sommerlichen Musiktage und das Budapest Festival Orchestra. Als Systemische Organisationsberaterin (ausgebildet bei Simon Weber Friends) unterstützt sie Unternehmen dabei, wirksame Zukunftsstrategien zu entwickeln. Zudem moderiert sie regelmäßig Künstlergespräche, Sonderkonzerte und Veranstaltungen bei Kulturinstitutionen und Branchen-Konferenzen.
Sie studierte Kulturwissenschaft und Musik an der Leuphana Universität Lüneburg, wo sie seither als Lehrbeauftragte unterrichtet, und der Eastern Illinois University (USA). Im Verlag Peter Lang erschien ihre Forschungsarbeit »Konzertprogramme« (2011), im Transkript-Verlag ihre Arbeit über Transkulturalität im Konzertbetrieb (2018).


